Unter den Geislern – Enduro hoch Drei

Blut geleckt von den faszinierenden Kulissen der Geislerspitzen, der Puezgruppe, der Sellagruppe und der Langkofelgruppe möchte ich nach dem etwas faden Start zum Sella-Joch nun eine richtige Enduro-Tour mit Panorama, Gerumpel, Wurzeln, Steinen und alles am liebsten noch über viele Stunden und mit nur mäßigen, flowigen Uphills verbunden.

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Großes Kino in Val Gardena

Der letzte Beitrag ist ziemlich lange her, der Grund heißt Carl und ist 7 Monate alt geworden. In unserer Dreisamkeit verschlägt es uns gezielt nach Italien, genauer gesagt in das wunderschöne Val Gardena, sprich Grödnertal. Etwas abgelegen von den Zentren St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein beziehen wir unser Lager in Pufels, einem kleinen Örtchen mit grandioser Aussicht auf das Tal.

Für die erste Tour soll es gleich hoch gehen – das Sella-Joch soll es sein, welches mir namentlich nur durch die Sella-Ronda Ski- und MTB-Runde bekannt ist. Also fix eine Tour auf’s Garmin geladen und los geht’s.

Das Resümee sieht so aus – eine Stunde steil bergauf mit großartigem Blick auf den Langkofel, danach durch sie Steinerne Stadt und dann Fortstraße bergab. Nicht gerade das was das Enduro-Herz höher schlagen lässt. Aber die Landschaft entschädigt für so Einiges.

Vermunt, Trominier, Silvretta und das Wetter

Nach einem total verregneten Vormittag war die Euphorie endlich aufs Bike zu kommen kaum auszuhalten (wo sind die WordPress-Ironie-Tags?). Wir rollten bei feinem Nieselregen in Richtung Partenen, wo es mit der Vermuntbahn hinauf zum gleichnamigen Stausee gehen sollte. Wer nicht die Bahn nehmen möchte, kann auch die Europatreppe 4000 – Europas längste Treppe, 4000 Stufen mit 700 Höhenmetern – nach oben erklimmen. Wir mussten leider fahren, hatten wir ja die Räder dabei ;).

Oben erwartete uns eine fantastische Sicht von geschätzten 20 Metern. Etwas verdutzt rollten wir in den Trominier-Stollen, wo es nicht nur noch kälter als draußen war, sondern auch ziemlich dunkel trotz Notbeleuchtung. Dieser ist mit 1,5 km schon ganz schön lang, laufen hätten wir diesen nicht gewollt. Auch nach dem Tunnel nichts als grauer Wolkenmatsch, erst nach einigen Kurven auf der Straße (meine Asphaltallergie meldete sich umgehend) in Richtung Bielerhöhe klärte es endlich auf. Dort angekommen hatten wir nun Sonnenglück und einen netten Blick auf den Silvrettasee. Die Abfahrt in Richtung Kops mit gleichnamigen Stausee belohnte uns mit alpinem Flair vom Feinsten.

Nachdem der GoPro-Akku (ich hatte natürlich nur einen mitgenommen, die Einstiegsrunde sollte doch nicht länger als 2 Stunden dauern) seine letzten Ampere in ein vernebeltes Bild des Kops-Stausee verwandelt hatte entschied ich mich (die Asphaltallergie bekämpfend), anstatt dem Geschlängel der Straße folgend, für einen Wanderstieg mit roter Markierung Talabwärts zurück nach Partenen. Jetzt kenne auch ich den Unterschied zwischen den gut fahrbaren gelben Wandermarkierungen und den roten. Gelohnt hat es sich trotzdem.

Zum Abschluss das volle Programm [Video Update]

Zuerst gemeinsam auf die Almen am Reiterkogel, dann alleine mit der Bahn auf den Schattberg Westgipfel, Hillclimb zum Ostgipfel und zur Belohnung die Abfahrt über den Hacklberg-Trail und den neuen Buchegg-Trail nach Hinterglemm und den restlichen Tag an den Pool :).

Und noch ein schnell zusammengeschnibbeltes Video zum Abschied. Tschüss Berge, bis bald!